CDU-Stadtverband Velen-Ramsdorf

Musikalische Förderung für Grundschulkinder bleibt erhalten – mit neuem Konzept

Die Verwaltung hat dem zuständigen Ausschuss eine Sitzungsvorlage zur zukünftigen Ausrichtung der Musikschulförderung vorgelegt. Hintergrund ist eine absehbare Kostensteigerung von rund 65 Prozent, die die ohnehin angespannte Haushaltslage der Stadt Velen weiter verschärfen würde.

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Vor diesem Hintergrund war es folgerichtig, sich mit der Zukunft des bisherigen Modells auseinanderzusetzen um tragfähige Alternativen zu prüfen. Diese Alternativen lagen nun zur Beratung vor.

Das grundsätzliche Ziel, Kinder frühzeitig an Musik und Instrumente heranzuführen, wird von der CDU ausdrücklich unterstützt. Gleichzeitig gilt: Ein dauerhaft defizitäres Modell ohne realistische Gegenfinanzierung ist aus haushalterischer Sicht leider nicht vertretbar.

Die vorgestellte Alternative der „Grundschulmusik“ ist fachlich möglich, rechtlich zulässig und wurde im Vorfeld mit den Grundschulen abgestimmt. Die Rückmeldungen der Schulen waren insgesamt zustimmend. Auch wenn das bisherige Modell pädagogisch geschätzt wird, erkennen die Schulen die angespannte Finanzlage der Stadt an.

Haushaltskonsolidierung bedeutet keine Geringschätzung von Kindern. Sie ist vielmehr Voraussetzung dafür, dass Angebote langfristig erhalten bleiben können. Gerät die Stadt erst in die Haushaltssicherung, wären politische Entscheidungen deutlich stärker eingeschränkt. Deshalb ist es richtig, rechtzeitig gegenzusteuern.

Eine solche Entscheidung fällt niemandem leicht. Positive Erfahrungen mit dem Modell der Grundschulmusik – unter anderem in der Gemeinde Reken – zeigen jedoch, dass musikalische Bildung auch mit angepassten Strukturen gelingen kann.

Im Ausschuss wurde die Vorlage intensiv und kontrovers diskutiert. Wichtige Punkte, wie etwa die Ausgestaltung der Sozialermäßigung, von der aktuell rund zehn Familien in Velen und Ramsdorf betroffen sind, werden nun in die konkrete Ausarbeitung einbezogen.

Das Thema wird im nächsten Fachausschuss erneut beraten. Dort soll der neue Lösungsansatz „Grundschulmusik“ im Detail vorgestellt werden, mit dem Ziel, allen Grundschulkindern in zwei Jahrgängen weiterhin musikalische Bildung zu ermöglichen.

Auf Antrag der CDU wurde der Beschluss zudem um eine verbindliche Evaluation nach zwei Jahren ergänzt, um bei Bedarf nachsteuern zu können.

Der Beschluss wurde mit einer Mehrheit aus Stimmen der CDU, des Bürgermeisters sowie eines weiteren Ausschussmitglieds einer anderen Partei gefasst.